In der nähe des Marienplatzes beginnt die Weinstraße. Man wundert sich, denn man würde doch eher eine Bierstraße erwarten in der Landeshauptstadt.
Bis ca. 1650 wurde in München hauptsächlich Wein getrunken. Den Bayrische Wein tranken vor allem die armen Münchner. Die wohlhabenden Bürger konnten sich den Wein aus Südtirol leisten. Anbaugebiete in der Stadt waren Sendling und die Maxburg. Eine Alkoholsteuer gab es zur damaligen Zeit noch nicht. Aber, es musste ein „Ungeld“ bezahlt werden das streng überwacht wurde.
Selbst zu der Zeit hat man schon auf Mehrwegverpackung gesetzt, so wurde beispielsweise Wein aus dem Neckartal und dem Elsaß in Fässer nach München gebracht. Diese Fässer wurden dann für die Lieferungen und den Verkauf des Salzes in die Schweiz und nach Elsaß benutzt.
Erst im Dreißigjährigen Krieg trieb die Not die Menschen zum Bier. Es war wesentlich billiger und stand immer reichlich zur Verfügung. Heute könnte man sich München ohne sein Bier gar nicht mehr vorstellen.
Hier finden Sie neben den Einwohnerzahlen
von München natürlich auch alle wichtigen Infos
über die Stadtteile Münchens.
In München leben ca 1,31 Millionen Menschen. München ist eine
kreisfreie Stadt an der Isar im Süden von Bayern. Sie ist die
Landeshauptstadt des Freistaates und damit Sitz von Landtag und
Staatsregierung mit allen Staatsministerien. So wie der Sitz der
Regierung von Oberbayern, des Bezirks Oberbayern und des Landkreises
München. München wurde 1158 zum ersten Mal urkundlich erwähnt und 1806
Hauptstadt des Königreichs Bayern.
Dem Geschäftssinn Heinrichs des Löwen ist es zu verdanken, dass aus
der Siedlung "Munichen" die heutige Hauptstadt München wurde.
1157 ließ Heinrich der Löwe die Brücke bei Oberföhring abreißen und
baute sie ein paar Kilometer flussaufwärts in seinem Gebiet wieder auf.
Die Beschwerde des Freisinger Bischofs bei Kaiser Friedrich
Barbarossa hatte keinen Erfolg. Der Kaiser beschloss, dass der Zoll zu
einem Drittel an den Bischof von Freising geht und zwei Drittel durfte
Heinrich der Löwe behalten.
Das Salz hat der Stadt zu ihrem Ursprung verholfen. Heute ist sie die "Weltstadt mit Herz".
Die
Weltstadt mit Herz und Landeshauptstadt von Bayern ist in ihrer
Art wahrscheinlich einzigartig: Kunststadt, Bierstadt,
Wirtschaftsstandort, Medien- und Technologiezentrum, Sportstadt und
Millionendorf. Warum "Millionendorf"? München zählt zwar (umliegende
Gemeinden eingeschlossen) gut 1,5 Millionen Einwohner und ist damit
die drittgrößte Stadt Deutschlands, dennoch hat man gerade im Zentrum
Münchens nicht das Gefühl, man würde von dieser Größe erschlagen.
Die Altstadt und die umliegenden Stadtteile Münchens bieten
ein anheimelndes Flair, dem schon so mancher "Zugereiste" erlegen ist
und der seither in der Isar-Metropole hängengeblieben ist.
Viele
Besucher bestätigen es: In München scheinen die Uhren immer ein
wenig gemächlicher zu ticken. Zu kaum einer anderen Jahreszeit wird
dies deutlicher als im Sommer: Die Menschen entspannen sich nach
der Arbeit in den zahlreichen Biergärten der Stadt, sie flanieren durch
den Englischen Garten, übrigens der größte Stadtpark der
Welt, grillen in den Isarauen, bevölkern die schicken Straßencafes
in Schwabing oder genießen während der Happy Hour
einen erschwinglichen Cocktail in den Bars und Restaurants von
Haidhausen. An den Wochenenden locken die unzähligen Ausflugsziele
rund um München und die wunderschön gelegenen Seen des Umlandes. Klar,
in München wird auch gearbeitet, aber es gibt noch wichtigere Dinge im
Leben. Das Motto "leben und leben lassen" scheinen die meisten Münchner
verinnerlicht zu haben und dieses mediterrane Lebensgefühl gab der
"Weltstadt mit Herz" den Ruf, die "nördlichste Stadt Italiens" zu sein.
München
bietet zu allen Jahreszeiten einen Grund zum Besuch. In der
Vorweihnachtszeit locken die gemütlichen Christkindlmärkte mit Glühwein,
im Herbst natürlich das weltbekannte Oktoberfest, in der vorösterlichen
Zeit das Starkbier und dreimal im Jahr die Auer Dult - Markt und
Volksfest zugleich.
Kulturreisende haben an der Isar ebenfalls
keinen Grund zur Klage: da sind zunächst die drei Pinakotheken (die
Alte, die Neue und - erst seit kurzem - die Pinakothek der Moderne), das
Deutschen Museum, für dessen Besuch man allein einen kompletten Urlaub
einplanen kann, das Lenbachhaus, die Hypo-Kunsthalle, das Haus der
Kunst und die Villa Stuck. Daneben laden unzählige kleinere Museen und
Galerien zum wiederholten Besuch ein, wie etwa das BMW-Museum oder das
Valentin-Musäum (sic), das in einem der Türme des
Isartores untergebracht ist und sich dem schrägen Humor des Münchner
Komikers widmet.
Eine Vielzahl größerer und kleinerer Theater und
Konzertsäle bieten anspruchsvolle Unterhaltung. Jazz-, Rock-
und Popmusik-Freunde finden täglich eine große Auswahl von
Musik-Veranstaltungen internationaler und lokaler Musiker und Bands.
München ist auch die Stadt mit den meisten Verlagen in Europa. Als
Forum für diese lebendige Szene rund um das gedruckte Wort wurde
1997 eigens ein Literaturhaus eingeweiht.
Billig ist das Leben
in München sicher nicht. München hat (leider) nach wie vor den Ruf, zu
den teuersten Städten Deutschlands zu gehören. Die Mietpreise sind in
der Single-Hauptstadt noch immer ausgesprochen hoch, auch wenn sich
diese Entwicklung in den letzten Jahren etwas gebessert hat. Aber es gib
auch noch Stadteile in München, in denen sich auch einkommens
schwächere Menschen oder größere Familien das Leben noch leisten
können. Die Schwanthalerhöhe westlich der Theresienwiese, im Volksmund
einfach Westend genannt, zählt z.B. zu den Vierteln mit dem höchsten
Ausländeranteil der Stadt. Ein ausgezeichnet
funktionierendes Miteinander macht das Westend jedoch zu einem
lebendigen, multikulturellen Stadtviertel, was sich nicht nur in der
auffälligen Häufung von griechischen Tavernen und türkischen Imbissen
bemerkbar macht. Auch die zahlreichen Künstler und Kunsthandwerker, die
sich hier niedergelassen haben, haben dazu beigetragen, dass das
Westend das noch aus dem letzten Jahrhundert her als Künstlerviertel
bekannte Schwabing wahrscheinlich längst überholt hat.
Die
Münchner regen sich selten über etwas so richtig auf und wenn doch,
dann haben sie einen guten Grund. So gefährdete vor einigen Jahren ein
aufgrund von Anwohnerbeschwerden stark vorgezogenes Ausschankende die
Biergarten-Gemütlichkeit in der Stadt. Zehntausende aufgebrachter
Münchner demonstrierten daraufhin lautstark auf dem Marienplatz vor dem
Münchner Rathaus, bis schließlich der Zapfenstreich wieder angehoben
wurde. Eine plötzlich auftretende Häufung von Hochhaus-Bauprojekten am
Mittleren Ring, einer der wichtigsten Verkehrsadern der Stadt,
schreckte im im neuen Jahrtausend die Bürger auf und so wurde 2005
durch ein Bürgerbegehren eine Höchstgrenze von 100 Metern beschlossen -
das ist exakt die Höhe der Türme der Münchner Frauenkirche.
Das Wahlergebnis fiel jedoch denkbar knapp aus und die bereits
existierenden Gebäude, die über diese Höhe hinausgehen, bleiben
selbstverständlich bestehen.
Das Bierbrauen hat in Müncheneine
Tradition, die fast so alt ist, wie die Stadt selbst. Fünf große
Brauereien wie z.B. die alteingesessene Augustiner-Brauerei und etliche
kleinere Braustätten sorgen dafür, dass in den gemütlichen Münchner
Biergärten kein Durst ungestillt bleibt. Die beliebtesten Biersorten
sind Helles und Weißbier. Wer es lieber etwas weniger alkoholisch mag
bestellt sich ein Radler, eine Mischung aus Bier und Zitronen-Limonade. In
manchen Münchner Biergärten kann man hierfür sogar
das Mischungsverhältnis selbst bestimmen indem man sich das Limo selbst einfüllt. Selbstverständlich gibt es
aber auch Pils, Dunkles und andere Biersorten. Obwohl es das ganze Jahr
über getrunken wird, spielt das Bier vor allem beim berühmten
Oktoberfest, das im Ausland besser als "Beer Fest" bekannt ist, und bei
der sogenannten "fünften Jahreszeit", der Starkbierzeit. Zu beiden
Gelegenheiten brauen die Brauereien ein besonderes Bier: für
das Oktoberfest ist dies ein süffiges Märzenbier, für die Starkbierzeit
die berüchtigten, sehr gehaltvollen "-atoren" wie z.B. das
Salvator-Bier, dessen Anstich jedes Jahr mit einem "Derblecken" (auf
Hochdeutsch in etwa "Veräppeln") der bekanntesten Politiker gefeiert
wird.
München hat noch weitaus mehr zu bieten. München ist eine
Sportstadt: 1972 war es Austragungsort der Olympischen Spiele und der
eigens dafür gebaute Olympiapark ist auch heute noch eine der
Hauptsehenswürdigkeiten der Stadt. Seit gut einhundert Jahren kämpfen
die beiden großen Fußballvereine FC Bayern und TSV 1860 um
die Fußballvorherrschaft in der Stadt, bei der sich in den letzten
Jahrenauch die direkt vor den Toren der Stadt gelegene SpVgg
Unterhaching eingemischt hat. Die FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2006
hat in der 2005 neu fertiggestellten Allianz Arena eine eindrucksvolle
Kulisse erhalten.
Nicht zuletzt ist München auch ein
Technologie- und Produktionsstandort. So haben zahlreiche große,
mittelständische und kleine Unternehmen München zu ihrem Stammsitz
gemacht - eine erhöhte Lebensqualität trägt schließlich auch zur
überdurchschnittlichen Motivation der Mitarbeiter bei. Jedenfalls wenn
nicht gerade der Föhn vorherrscht, denn dann kommt der Münchner leicht
mal ins Granteln...
Albrecht Volk
12.03.2010
München hat neben dem alljährlichen Oktoberfest noch weitaus mehr zu bieten.